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Lymphödem – Was ist das?

Das Lymphödem kann als Zwischenzellflüssigkeitsansammlung bezeichnet werden, die durch einen gestörten lymphatischen Abfluss entsteht. Diese Einschränkung des normalen Abflusses kann entweder als Ergebnis aus angeborenen oder aus erworbenen Anomalien des Lymphabflusses resultieren. Ein Lymphödem kann an allen Körperregionen entstehen und ist, gleich welcher Ursache, ein chronischer Zustand.

Primäres Lymphödem

Man unterscheidet drei Arten von primären Lymphödemen:

  • Das angeborene Ödem besteht bereits von Geburt an oder tritt innerhalb der ersten 2 Lebensjahre auf.
  • Das Lymphödema praecox tritt bis zum 35. Lebensjahr auf.
  • Das Lymphödema tardum tritt nach dem 35 Lebensjahr in Erscheinung. Sehr wichtig ist die diagnostische Abgrenzung um ein sekundäres Ödem, bedingt durch einen Tumor, auszuschließen.

Sekundäres Lymphödem

Sekundäre Lymphödeme entwickeln sich als Folge von z.B. Zerstörung der Lymphgefäße, Lymphknoten oder auch einer Kompression von außen, durch chirurgische Eingriffe oder z.B. bei venösen und rheumatischen Erkrankungen, schweren entzündlichen Vorgängen, Krebserkrankungen usw.

Das Lymphödem ist eine chronische Erkrankung, welche eine lebenslange Therapie erforderlich macht. Es gibt mehrere Behandlungsoptionen, die zu einer Ödemreduktion und zur Vorbeugung einer weiteren Flüssigkeitsansammlung führen. Wird allerdings die Behandlung unterbrochen, wird die Ödemsituation sich rasch wieder verschlechtern.

Die Möglichkeit der Entstehung von schwerwiegenden Komplikationen werden mit der Dauer des Bestehens eines Ödems immer wahrscheinlicher. Als häufigste Komplikation ist die Infektion mit Entstehung eines sog. Erysipels (Wundrose) zu nennen. Hierbei entsteht durch kleinste Hautverletzungen oder Pilzinfektionen eine Eintrittspforte für Bakterien, die zu einer schweren generalisierten Infektion des Organismus führen können. Der Patient erkrankt akut an hohem Fieber, das Infektionsgebiet ist flammend rot und stark schmerzhaft. Eine konsequente antibiotische Therapie wird erforderlich sein. Nach abklingen der akuten Symptomatik muss unbedingt eine Manuelle Lymphdrainage weitergeführt werden, da sich durch den erheblichen Entzündungsprozess die Ödemsituation häufig verschlechtert hat und das Gewebe sklerosiert sein kann.

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